
Aydarus Strojwasiewicz oder einfach "Heidi"
TTS Borsum feiert den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga Nord 2025/26 Text Heidi, Bild Werner Kaiser
Die Saison 2025/2026 in der 3. Bundesliga Nord wird in die Vereinsgeschichte des TTS Borsum als eine Spielzeit voller Emotionen, großer Herausforderungen und packender Tischtennis-Krimis eingehen. Wenn man am Ende einer intensiven und kräftezehrenden Saison auf die Abschlusstabelle blickt, ist das Wichtigste festgeschrieben: Saisonziel erreicht!
Mit dem achten Tabellenplatz und einem Punktekonto von 13:23 hatte der TTS Borsum den Klassenerhalt gesichert.
Was sich nüchtern wie eine statistische Pflichtaufgabe liest, war in Wirklichkeit ein echter Kraftakt, getragen von einem unvergleichlichen Teamgeist und einer Vereinsgemeinschaft, die ihresgleichen sucht.
Der Verbleib in der Liga war von Tag eins an das erklärte Ziel – und er wird auch in der kommenden Spielzeit das Fundament sein, auf dem wir unsere sportliche Heimat in der dritthöchsten deutschen Spielklasse verteidigen wollen.
Teamgeist – Reifeprozess – Sportliche Spitzenleistungen
Jede Mannschaft ist nur so stark wie die Summe aller Bedingungen - und in dieser Spielzeit hat beim TTS Borsum alles gepasst. Alle Rädchen griffen ineinander.
Der Start in das Abenteuer Borsum war für unsere neue Nummer eins, Jakub Kosowski, alles andere als leicht. Eine hartnäckige Verletzung zu Saisonbeginn bremste ihn spürbar aus und erschwerte seinen Rhythmus in der Vorrunde erheblich. Doch wer Jakub kennt, weiß, dass Aufgeben für ihn keine Option ist. Mit unbändigem Willen kämpfte er sich zurück, akklimatisierte sich vollständig und drehte im weiteren Saisonverlauf mächtig auf, sodass er sich zum absoluten Führungsspieler der Mannschaft entwickelte.
Er ging voran, als es darauf ankam, und lebte die Rolle des Spitzenspielers sportlich wie emotional perfekt vor. Direkt an seiner Seite agierte Patrick Decker, der schlichtweg das Gesicht des Borsumer Tischtennis ist und aus dem Verein überhaupt nicht mehr wegzudenken ist.
Als absoluter Garant im vorderen Paarkreuz stellte er sich Woche für Woche der nationalen und internationalen Elite der Liga. Bei seinen konstant starken Leistungen sticht in dieser Saison besonders seine hervorragende 9:6-Spielbilanz hervor, die er im direkten Duell gegen die jeweilige Nummer 2 unserer Gegner erkämpfen konnte. Patrick verkörpert Borsum wie kein Zweiter – sein Einsatzwille und seine Vereins-treue sind beispielhaft.
Ein ebenso erfolgreicher Punktelieferant für den Klassenerhalt war Hartmut Lohse. Als Nummer drei schlug mit ihm einer der wohl spielintelligentesten und taktisch versiertesten Spieler der gesamten Liga auf. Er ist ein Meister des Spielaufbaus und versteht es wie kaum ein anderer, die Schwächen seiner Gegner zu analysieren. Seine sportliche Ausnahmestellung stellte er in dieser Saison mit einer herausragenden Gesamtbilanz von 10:4 Spielen einmal mehr unter Beweis. Im unteren Paarkreuz war er der personifizierte Albtraum der Konkurrenz und ein verlässlicher Fels in der Brandung.
„Hier kämpft niemand für seine eigene Bilanz, sondern jeder bedingungslos für den Nebenmann und den gemeinsamen Erfolg des Vereins.“
Eine fantastische Entwicklung hat zudem unsere neue Nummer vier, Maris Miethe, hingelegt. Als Jugendnationalspieler kam Maris mit großen Erwartungen nach Borsum und bewies sofort, dass er trotz seines jungen Alters dem enormen Druck der 3. Bundesliga gewachsen ist. Er reifte von Spiel zu Spiel heran und zeigte eine tolle Leistungskurve.
Eine wahre Meisterleistung vollbrachte er jedoch an der Seite von Patrick Decker im Doppel, wo die beiden eine positive Bilanz verbuchten und ein kongeniales Duo bildeten.
Als absoluter Glücksgriff für die Rückserie erwies sich Michal Malachowski an Position fünf. Seine Verpflichtung zur Winterpause war sowohl hinsichtlich seiner Spielstärke als auch menschlich ein echter Volltreffer. Mit einer hochpositiven Bilanz von 8:2 Siegen im unteren Paarkreuz stabilisierte er das Team im Abstiegskampf maßgeblich und avancierte schnell zum Punktegaranten. Doch nicht nur seine sportliche Klasse bereicherte den TTS – mit seiner offenen, sympathischen Art fügte er sich sofort nahtlos in das Gefüge ein und spielte sich in die Herzen der Fans.
Zusammenhalt über den Tischtennis-Court hinaus & die Macher
Es gibt jedoch auch Geschichten abseits der nackten Zahlen, die den wahren Charakter dieser Mannschaft definieren. Dominik Jonack und Richard Hoffmann wurden in dieser Spielzeit leider immer wieder von schweren Verletzungen ausgebremst und konnten kaum aktiv an den Tisch treten. Dennoch wäre es völlig falsch zu glauben, sie hätten gefehlt, denn beide zählen zum absoluten Kern dieser Mannschaft. Sie waren bei den Punktspielen immer präsent, fieberten auf der Bank mit, coachten, motivierten und hielten die Kabinenstimmung hoch. Ihr Beitrag zum Klassenerhalt ist ein Beweis für echten Teamgeist.
Ein ebenso großes Dankeschön gebührt den treuen Ersatzspielern wie Robin Maruschewski, Lea Hoffmann sowie allen Akteuren, die ohne zu zögern einsprangen, wenn Not am Mann war.
Dass dieses Gefüge so reibungslos harmonierte, liegt nicht zuletzt an den Machern hinter den Kulissen. Betreut und geleitet wurde die Mannschaft von Team-Manager Olaf Sprung, der als die gute Seele des Teams im Hintergrund alle Fäden zusammenhält, die Logistik organisiert und an der Bande stets die nötige Ruhe ausstrahlt.
Unterstützt wurde er dabei von meiner Person, und ich hoffe einen wichtigen Beitrag, insbesondere für den Rückhalt des gesamten Teams, geleistet zu haben.
Das Phänomen TTS Borsum – Teamspirit und Heimatmosphäre
Was den TTS Borsum letztendlich von vielen rein erfolgsorientierten Vereinen im Bundesligasport unterscheidet, ist die gelebte Identifikation und der unvergleichliche Teamspirit. Bei uns wird dieser Zusammenhalt in jeder Sekunde gelebt. Genau dieser Funke springt Spiel für Spiel auf die Ränge über. Das immer treue, lautstarke und fachkundige Heimpublikum bildet die berüchtigte „Wand von Borsum“.
Die Fans peitschen die Mannschaft nach vorne, fingen sie nach bitteren Niederlagen auf und verwandelten die Halle bei knappen Spielständen in eine echte Festung. Dieser außergewöhnliche Support hat uns in den engen Phasen genau die entscheidenden Prozentpunkte eingebracht, die am Ende den Ausschlag für den Klassenerhalt gaben.
Fazit und Ausblick
Mit diesem großartigen Team, den Unterstützern im Hintergrund und dem besten Publikum der Liga im Rücken bleibt der Blick fest nach vorne gerichtet. Die Saison hat gezeigt, dass der TTS Borsum spielerisch wie emotional fest in die 3. Bundesliga Nord gehört. Der Klassenerhalt war das Ziel, und der Klassenerhalt wird auch in Zukunft das feste Ziel bleiben, wenn wir voller Optimismus das nächste Kapitel aufschlagen.