
Hardy
In der 3.Tischtennis-Bundesliga Nord der Herren hat der TTS Borsum zum Abschluss der Meisterschaftsrunde gegen den TuS Celle 92 Moral und Kampfgeist bewiesen und in der Schlussabrechnung eine leistungsgerechte 5:5 Punkteteilung erkämpft.
Zunächst war Teamchef Olaf Sprung gefordert und hatte dabei ein glückliches Händchen bei seiner Mannschaftsaufstellung. Dabei musste der Rechenschieber mithelfen. Den brauchte er, denn vor Spielbeginn kam die Hiobsbotschaft, dass die angedachte Nummer eins im TTS-Team, Patrick Decker, aufgrund einer Schulterverletzung nicht einsatzfähig ist. Dadurch fiel das erfolgreiche Duo der Borsumer, Patrick Decker und Maris Miethe, aus. So stand der Borsumer Coach vor der Frage, ob ein Ersatzspieler aus der Reservemannschaft eingesetzt werden sollte. Darauf verzichtete Olaf Sprung zumindest in den Einzelspielen und ließ Patrick Decker kampflos seine Gegner gratulieren. Damit verhinderte er ein Aufrücken aller Spieler und eine nicht erfolgversprechende Ersatzgestellung für die Einzelspiele. Im Doppel nahm Robin Maruschewski aus der Reserve den Platz neben Maris Miethe ein. Beide lieferten gegen eines der stärksten Formationen der Liga mit dem Chilen Eusebio Vos und dem erstligaerfahrenen Nils Hohmeier ein durchaus ansprechendes Match, allerdings ohne realistische Siegchancen. Die hatten dann aber Hartmut Lohse und Michal Malachowski gegen den Inder Rajat Hubli mit Abwehrspezialist Matthis Kassens.
Im oberen Paarkreuz musste dann Hartmut Lohse in seinem ersten Einzel die Überlegenheit von Eusebio Vos anerkennen und nach dem ersten kampflosen Punktgewinn der Celler gegen Patrick Decker, zogen die Gäste mit 3:1 in Front.
Hoffnung keimte im TTS-Lager auf, als Jugendnationalspieler Maris Miethe gegen den derzeit wohl besten deutschen Abwehrspieler im Nachwuchsbereich, Matthis Kassens, dominierte und einen ungefährdeten 3:0 Sieg für den TTS einfuhr.
Für ein Wechselbad der Gefühle sorgte dann aber etwas unerwartet der junge Pole Michal Malachowski. Ihn hatte man als Favoriten gegen den früheren Profi aus der 1. Französischen Liga, Rajat Hubli, auf der Rechnung. Doch diese ging nicht auf und statt eines 3:3 Zwischenstandes zogen die Celler scheinbar vorentscheidend mit 5:2 in Front.
Jetzt ruhte die Verantwortung auf den Schultern von Hardy Lohse gegen den Ex-Grenzauer Nils Hohmeier. Zunächst schien alles gegen ihn zu laufen. In den beiden ersten Sätzen brachte er hohe Führungen nicht ins Ziel und alles deutete auf den Siegpunkt zum Matchgewinn der Gäste hin. Doch dann legte Hardy gehörig einen Gang zu, gewann die Sätze drei und vier, um dann im Entscheidungssatz die Celler Nummer zwei mit 11:2 zu demontieren.
In den Überkreuzvergleichen witterten jetzt Maris Miethe und Michal Malachowski Morgenluft. Mit seiner besten Saisonleistung wies der Youngster Rajat Hubli in drei Sätzen in seine Schranken und Michal Malachowski ließ sich ebenso deutlich den umjubelten remisbringenden fünften Punkt gutschreiben.